Ich habe einige Fragen welche der Scheich hoffentlich beantworten kann

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Salaam Alaikum,

Ich habe einige Fragen, die der Scheich hoffentlich beantworten kann.

Hatte der Prophet (Friede sei mit ihm und seiner Familie) vier Töchter oder eine? Falls er nur eine hatte: a) Warum behaupteten Thiqatul Islam Shaykh al-Kulayni und viele andere Taifa das Gegenteil. Falls die Antwort vier ist, warum gab er zwei von ihnen zu Unterdrückern zur heirat?

Meine zweite Frage ist bezüglich der Namen der Vorfahren des Propheten Muhammad wie Abd al Manaf. Warum hatten sie solche Namen wenn wir glauben, sie seien Gläubige gewesen?

Meine dritte Frage ist warum die Imame (Friede sei mit ihnen) ihren Kindern die Namen Fulan und Fulan gaben? Oder warum gaben sie den Töchtern den Namen Aischa?

Die letzte Frage ist, wie der Scheich über Shaykh Al-Awhad Ahmed al-Ahsai und seine werke denkt?

Yahya


Im Namen Gottes, des aller höchsten. Alles Lob sei für Gott, möge der Frieden mit Mohammad und seiner aufrechten Familie sein, und der Fluch auf ihre Feinde.



Die offizielle Antwort:

AssalamuAlaikum,

1. Der Prophet (Friede sei mit ihm und seiner aufrechten Familie) hatte vier Töchter: Zainab, Ruqqayya, Ummu Kulthum und Fatima al-Zahra (Friede sei it ihnen), wie es in der Sunnah und dem heiligen Quran steht.

Zu Beginn des Islam mußte der Prophet (Friede sei mit ihm und seiner aufrechten Familie) so viele Leute wie möglich zum Islam bringen, sodaß dieser sich in der Gesellschaft –wenn auch nur äußerlich- einbürgern und sich langsam ausbreiten konnte.

Er mußte daher solche wie Abu Bakr und Omar durch jede mögliche Art und Weise anlocken –auch wenn dies bedeutete, daß sie seine Töchter heiraten würden- um zu verhindern, daß sie den Islam in seinen frühen Stadien zerstören.

Aus dem gleichen Grund mußte der Prophet (Friede sei mit ihm und seiner aufrechten Familie) zwei seiner Töchter (Ruqqayah und Umm Kulthum) zu Othman zur Heirat geben, da dieser versprach dem Islam beizutreten, wenn der Prophet seine Hochzeit zu Ruqayya zustimmen würde. (Manaqib Aal Abi Talib, Band 1 Seite. 22).

Das Bestehen des Uthman auf Ruqayyah (Friede sei mit ihr) war laut Historiker aufgrund deren Schönheit. (al-Mawahib al-Laduniya Band. 1 Seite. 197, Thakha’irul ‘Uqbaa Seite. 162 und al-Tabyyin fi Ansab al-Qurashiyyin Seite. 89)

Aufgrund dessen mußte der Prophet (Friede sei mit ihm und seiner aufrechten Familie) widerwillig der Hochzeit zustimmen um die Anzahl der Muslime zu erhöhen. Prophet Lut (Friede sei mit ihm) mußte das gleiche tun als er zu seinen Leuten, die viele Sünden begingen, sagte: „O mein Volk, dies hier sind meine Töchter; sie sind reiner für euch.“ (11:78)

Prophet Lut (Friede sei mit ihm) mußte seine Töchter an die Ungläubigen seines Stammes geben –unter der Bedingung, daß sie wenigstens äußerlich sich dem Glauben hingeben- um deren unnatürliches und frevelhaftes Benehmen zu ändern. Das gleiche gilt auch für den Propheten Mohammad (Friede sei mit ihm und seiner aufrechten Familie), er mußte auch die Heirat seiner Tochter zu Othman akzeptieren, um den Islam zu etablieren.

Ruqayyah und Umm Kulthum unterwarfen sich dem Willen Gottes und akzeptierten die Hochzeit des Islams wegen, und Er wird ihnen bestimmt die höchsten Ebenen der Belohnung für deren Opfer und Geduld verleihen, ganz besonders nach all der Brutalität, die sie aushalten mußten.

Gleichfalls hatte Asiya bint Muzahim (Friede sei mit ihr) die Hochzeit mit Pharaoh, dem Tyrannen akzeptieren müßen. Allah erhob sie daher zu dem Status der gläubigsten Frauen der Welt.

2. Es wurde im Koran nicht erwähnt, daß Manaf der Name eines Götzen war. Der Koran jedoch erwähnte einen Götzen mit dem Namen Manat in Kapitel 53, Vers 20: „Und Manat, der dritte, der letzte?“

Vielleicht glaubten viele Leute aufgrund der Tashif in den Geschichtsbüchern (Schreibfehler und das Verlegen von Maniskripten), daß Manaf zusätzlich zu Manat, ein Götzenobjekt war, da sich die beiden Buchstaben in der Schreibweise der damaligen Schriftart sehr ähnlten. Daher glaubten sie, daß der Name Abdul Manaf Anbeter Manafs bedeutete.





Es gibt Beispiele von Götzen, deren Ursprung auf angesehenen und aufrechten Männern basiert. Die fünf gut bekannten Götzen im Koran Wadd, Suwa, Yaguth, Ya’uq und Nasr wurden alle nach aufrechten Männern bennant. Nachdem sie starben, errichteten die Leute Statuen die ihnen glichen, und beteten sie an.

Die Christen manchten das gleiche. Sie errichteten Statuen um dem Propheten Jesus (Friede sei mit ihm) zu ehren, und begannen diese anzubeten. Wenn daher ein christlicher Vater seinen Sohn Abdul Maseeh nennt, dann würde dieser Diener Jesu bedeuten, und nicht Anbeter Jesu.

3. Keiner unserer Imame (Friede sei mit ihnen) benannten ihre Söhne nach Feinden des Islams. Umar ibn al-Khattab war nicht der erste Umar der Geschichte. Daher gibt es keinen Beweis, daß Imam Ali (Friede sei mit ihm) seinen Sohn nach jenen Umar nannte.

Er hat seinen Sohn vielleicht nach Umar bin Abi Salma benannt, der ein Sohn der Umm Salma (Friede sei mit ihr), der Frau des Propheten, war. Er kämpfe mit Imam Ali in der Schlacht um das Kamel gegen Ai’scha, und war einer der rechtschaffenden Gefährten des Propheten (Friede sei mit ihm und seiner Familie), der nicht auf seinen Fersen nach dem Märtyrertod des Propheten umkehrte. Uthman ibn Affan war auch nicht der erste Uthman der Geschichte, und daher gibt es keinen Beweis, daß Imam Ali (Friede sei mit ihm) einen seiner Söhne nach ihm benannte.

Zusätzlich waren diese Namen unter den arabischen Stämmen weit verbreitet; Es gibt keinen Beweis in irgendwelchen Hadithen, daß die Imame ihre Söhne nach diesen Individuen nannten. Nach genaueren Forschungen entdecken wir, daß Imam Ali (Friede sei mit ihm) einer seiner Söhne Uthman im Andenken an seinen Freund Uthman bin Math’oun nannte, der ein aufrechter Gefährte war und er zur Zeit des Propheten (Friede sei mit ihm und seiner aufrechten Familie) starb. Imam Ali (Friede sei mit ihm) sagte: „Ich werde dieses Kind nach meinem Bruder Uthman bin Math’oun nennen“ (Tanqihul Maqal Band 2, Seite 247).

Jenen die behaupten, daß Imam Ali (Friede sei mit ihm) einer seiner Söhne nach Abu Bakr benannte, denen antworten wir, daß Abu Bakr nicht ein Name sondern ein Spitzname war. Es ist unmöglich, daß ein so hoch eloquenter Mensch wie Imam Ali (Friede sei mit ihm) einen Spitznamen als Name für seinen Sohn aussuchen würde.

4. Was Sheikh Al-Awhad Ahmed bin Zain-ul-Deen al-Ahsa’I betrifft, so hat Scheich al-Habib eine unterscheidliche Meinung in philisophischen und Hikma Angelegenheiten.

10Sha'ban1431
Das Büro des Scheich al-Habib in London


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